Sonntagsfrühstück, 1.Februar

Einen wunderschönen guten Morgen!

Was man an einem Samstag Schönes unternehmen kann – bei Sonnenschein im Garten arbeiten, den Tag im Bett verbringen oder mit der besten Freundin ein ausgiebiges Frühstück im Lieblings-Café. Oder man kann am Samstag in das schwedische Möbelhaus fahren!!!

 

Was machst du am Samstag, fragte mich meine Tochter letzte Woche – hättest du Zeit und Lust mit mir zum Schweden fahren? Ich habe im Internet eine Lampe gesehen, die ich schon ewig suche. Außerdem hätte sie noch die eine oder andere „Kleinigkeit“ die nur dort zu kaufen sind auf ihrer Liste. Vorratsgläser, Ordnungssysteme, Kissen, Bettbezüge und ein Stahlregal für die Küche – Dinge, die alle im schwedischen Möbelhaus erhältlich sind und man nicht durch ein halbes Dutzend Läden muss, um sie zu besorgen. So ganz begeistert war ich nicht, doch ich habe zugestimmt. Wir haben uns für das schwedische Möbelhaus in Salzburg entschieden, um danach im Euro Park noch etwas bummeln zu gehen. Schon die Fahrt nach Salzburg dauerte länger als gedacht – bei dem Wetter zieht es die Menschen in die Skigebiete. Auch die Parkplatzsuche in der Tiefgarage zeigte, es sind heute viele unterwegs. Zum Glück habe ich mir die Parkzone und den Stellplatz notiert, denn ich kann mich noch gut erinnern, wie wir vor einigen Jahren unser Auto nicht mehr gefunden haben. Gut zwei Stunden sind wir in der Parkgarage geirrt und wurden zig mal gefragt, ob wir etwas verloren haben oder unser Auto suchen 🙂

Die Idee am Samstag zu Ikea zu fahren, hatten viele andere auch – vor allem junge Pärchen mit ihren Sprösslingen. Die einen geben ihre Kinder im „Aufbewahrungsland“ ab und andere setzen sie in den Einkaufswagen und schieben sie durch das Möbelhaus-Labyrinth. Früher oder später fangen die Kinder an zu schreien, weil sie sich langweilen und doch lieber im Bällebad geblieben wären. Für so manches Paar wird ein Samstag im schwedischen Möbelhaus die Stunde ihres ersten ernsthaften Ehekrachs, weil sie sich nicht einigen können, was ich mehrmals beobachten konnte. Wenn man Männer so beobachtet wie sie genervt auf einem Sofa sitzen und die Augen verdrehen, möchte man sie am liebsten trösten und sagen „der Samstag geht auch vorbei, nur das Regal musst du Zuhause noch aufbauen“. Ich habe mir meine Krücken mitgenommen – ich brauche sie nicht mehr, doch sie haben den Vorteil, dass ich nicht einmal um- oder angerempelt wurde. Nach gut einer Stunde fragte mich ein aufmerksamer Mitarbeiter vom schwedischen Möbelhaus, ob ich etwas Spezielles suche und er mir helfen könne. Inzwischen ein wenig genervt, habe ich gefragt, wo hier der Notausgang ist. Etwas verwirrt zog er ab, aber vielleicht spricht er nur schwedisch und hat mich nicht verstanden.

 

Unser Einkaufswagen ist immer noch leer, der Grund für unsere „Reise“ ist dann doch nicht so toll wie gedacht. Zum Trost landet eine Kiste mit Teelichtern im Wagen – kann man doch immer brauchen und die Fahrt soll ja nicht ganz umsonst sein. Abends habe ich dann an den jungen Mann gedacht. Vielleicht ist er gerade dabei das Regal aufzubauen und mit Sicherheit wird die eine oder andere Schraube fehlen 🙂 Nächsten Samstag habe ich mich mit meiner Freundin zum Frühstück verabredet, vom schwedischen Möbelhaus habe ich  – vorerst mal genug.

Wünsche euch einen schönen Sonntag!